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SINUS-Jugendstudie 2016 ist da

Die Sinus-Jugend-Studie gehört zu den prägnantesten Jugend-Studien überhaupt. Die Gründe dafür liegen in dem soziologischen Ansatz der Milieu-Bildung und der sinnvollen Fortsetzung alle 4 Jahre. Jenseits der üblichen soziodemografischen (Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen etc.), geografischen und verhaltensbezogenen Kriterien hat das SINUS-Institut mit den SINUS-Milieus eine qualitativ neue Zielgruppen-Typologie entwickelt. Was ist neu an der SINUS-Jugendstudie 2016 . Natürlich gibt es nach wie vor die einzelnen Milieus. Diese verschieben sich ganz leicht. Interessant ist, dass die Unterscheidung zwischen den Gruppen schwächer wird. Das hängt mit dem Wunsch vieler Jugendlichen zusammen "dazu" zu gehören. Das bedeutet ein "MEHR" an Mainstream oder zu gut deutsch: das Lemminge-Prinzip hat uns wieder. Wie lange dieser Trend anhält, wird sich zeigen.  Interessant ist, dass laut Presse-Mitteilung  aus Sicht der Perspektive der Jugendlichen "der Höhepunkt...

Digitalisierung nur zu Besuch?

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Mit der Digitalisierung ist es ein bisschen wie mit einer lange vorbereiteten Party. Alle freuen wir uns auf diesen Moment. Wir richten als Gastgeber den Raum ein, haben schöne Sachen eingekauft, die wir schon immer lieben. Und so kann es heute Abend richtig losgehen. Schnell noch frisch mach und anziehen und schon ist alles perfekt.  Doch plötzlich klingelt es schon an der Haustür. Die Gäste sind da. Viel zu früh! Allerdings sind noch nicht alle Gäste da, die angekündigt sind, dafür sind einige andere gekommen. Komisch. Sie kommen herein und ergreifen sogleich Besitz von unserem Heim mit ihren kleinen Kisten aus der virtuellen Welt. Und irgendwie machen sie auch nicht den Eindruck, dass sie heute Abend wieder gehen wollen… Was tun, wir sind noch gar nicht wirklich fertig. Da mischen sie sich auch schon in unsere letzten Vorbereitungen ein, ändern die Abläufe, bestellen mit ihren kleinen Kisten Musik, Essen. Ist denen denn nichts heilig? So in etwa sieht es in...

Digitalisierung der Ausbildung: alles Plattform oder was?

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Wir sind in den letzten Wochen verstärkt von Unternehmen und Verbänden kontaktiert worden zu der Frage, wie denn unsere Erfahrungen mit Projekten zur Digitalisierung der Ausbildung aussehen und welche Plattformen eine Rolle spielen. Der erste Reflex vieler Ausbildungsunternehmen ist die Frage des zu erwartenden Nutzens und der Passfähigkeit der Digitalisierung in die vorhandene Ausbildungslandschaft. Aber eines dürfen wir nie vergessen: die Zielgruppe sind Mitglieder der Generation Z (mindestens jedoch Y).  Unsere Erfahrungen in Projekten zum digitalen Lernen (u. a. Audi AG, ThyssenKrupp Industrial Solutions, Steag ) besagen, dass der Schritt ins digitale Lernen durchaus komplex ist. 1. RICHTIG IST, dass, .. bisherige (formale und nichtformale) freie Bildungsportale von Jugendlichen selten freiwillig viral angenommen werden,  gleichzeitig besteht die Anforderung nach einer starken Verkürzung der Informationen (Inhalt), der Anforderungszeit und der Situation (Deman...

Medienkompetenz und Geschichte

Wir finden, zu einer kompetenten Allgemeinbildung gehören geschichtliche Informationen und Zusammenhänge. Das mag merkwürdig klingen in den schnellen Kanälen der Medien, doch gerade zur Medienkompetenz gehört das Wissen um die Entstehungsgeschichte. Deshalb stellen wir hier, immer wieder in loser Folge, kurze Informationen zur Entstehung der medialen Welt zusammen.  Tim Berners-Lee ist ein britischer Wissenschaftler, der mit seiner Leistung bestimmt in der Liga der ganz großen Erfinder spielt. Der Brite entwickelte im März 1989 am schweizerischen Grundlagen-Forschungszentrum CERN einen radikal neuen Weg, Informationen zu verlinken und zu teilen. Er schrieb dazu (etwas später) die ersten Hypertexte und damit die Ursprünge von HTML (Hypertext Markup Language).  Bereits im Dezember das 1990 ging am CERN die weltweit erste Website online. Danach entwickelte Berners-Lee die Seitenbeschreibungssprache HTML, das Transferprotokoll HTTP, die URL (damals noch nich...

MINT-Berufe bleiben Problemkind der deutschen Wirtschaft

Egal, wie man es dreht. Im Bereich der technischen Facharbeiter haben wir einen nicht gedeckten sechsstelligen Bedarf. Die Initiative  Mint-Zukunft schaffen  spricht aktuell von 172.000 Fachkräften. Die Abbruchquote der technischen Berufsausbildung ist höher als die der technischen Studiengänge. Die Quote der Mädchen ist stabil geringer als die in technischen Studiengängen.  Wir haben offenbar ein Imageproblem und damit ein Vermarktungsproblem der technischen Berufe.  Der nachfolgende Artikel stützt sich auf das MINT-Nachwuchsbarometer der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und der Körber-Stiftung sowie auf weitere Studien  und offenbart genau das Marketing-Problem. Jugendliche glauben, dass sie in technischen Berufen körperlich schwer arbeiten müssen und in wenigen Jahren körperlich verschlissen sind. Außerdem haben sie eine falsche Vorstellung von Verdienstmöglichkeiten im MINT-Bereich. Wir haben also viel zu tun, die MINT-Ber...

Ausbildungsleitertagung 2015: Moderne trifft Tradition

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Die Ausbildungsleitertagung der gewerblichen Ausbildungsleiter 2015 fand in Berlin bei der Siemens AG statt. Nach einer Befragung aller Konferenzteilnehmer stand das Megathema fest: Medienkompetenz. Das wurde dann im folgenden Barcamp diskutiert und vertieft. Ein Kracher war der Auftritt von Thomas Sattelberger, der provokante Thesen zur Berufsausbildung in einem wahren rhetorischen Feuerwerk vertrat. Im wunderbaren Ambiente der beleuchteten Mosaikhalle  fanden die Gespräche statt, die in jeder Konferenz das Salz in der Suppe ausmachen. Fazit: Eine tolle Veranstaltung, die durch die moderne Form des Barcamps fast alle Teilnehmer zu aktiven Akteuren machte.  Hier geht es zu den Vorträgen: http://www.kwb-berufsbildung.de/aktuelles/veranstaltungen/

Worldskills 2015: Zweimal Gold für Deutschland

Zimmerer Simon Rehm (Bayern) und Sanitärinstallateur Nathanael Liebergeld (Sachsen) wurden als Weltmeister ihres Berufsfaches bei der Weltmeisterschaft der Berufe in 2015 (Worlsdskills) in Sao Paulo ausgezeichnet. Also sind die Deutschen auch in diesem Jahr bei den traditionellen Berufen ganz vorn. Allerdings haben uns die asiatischen Länder den Rang abgelaufen. Viele Wettbewerbe der  "Zukunftsberufe" haben Korea, China und Japan für sich entschieden. Im "guten alten Europa" sind Frankreich und die Schweiz nun bereits zum wiederholten Mal an  Deutschland vorbeigezogen. Auch Brasilien ist nicht zum ersten Mal ganz vorn dabei; mit Heimvorteil gewinnen die Südamerikaner sogar die Landeswertung.  Es ist wie im Leistungssport: die Konkurrenz schläft nicht!  https://www.worldskillsgermany.com/worldskills-sao-paulo-2015/